GERMANIA – Augusta. La donna che ha lasciato i Testimoni di Geova dopo sessant’anni di affiliazione. Oggi aiuta i fuoriusciti e mette in guardia dai pericoli dei culti coercitivi

12 Giugno 2015

Oggi la Torre di Guardia utilizza nuove e accattivanti strategie per accrescere il popolo dei suoi fedeli. Sono finiti i tempi in cui l’organizzazione vedeva nella televisione, in internet e negli stessi cartoni animati il diavolo e video, fumetti e cartoons sono diventati uno strumento per far leva e indottrinare con successo giovani e bambini. A questi ultimi ad es., attraverso un cartone animato è già stato chiesto di donare i loro soldini rinunciando ai propri giocattoli Lo racconta in questo articolo tratto da Asburgen Allegmaine, Barbara Kohut, una donna che ha militato nell’organizzazione geovista insieme al marito per sessant’anni e dopo esserne uscita ha fondato un gruppo di sostegno per ex membri. L’associazione offre anche informazione e consulenza sui cosiddetti gruppi distruttivi.

Wie eine Augsburgerin gegen die Zeugen Jehovas mobil macht

Hochglanzbroschüren, Videoclips und Comicstrips – die Zeugen Jehovas haben neue Strategien entwickelt, um Mitglieder zu finden. Eine Augsburgerin macht dagegen mobil.

Von Stefanie Schoene

Barbara Kohut

Ihre „Königreichssäle“ stehen in Haunstetten, im Textilviertel, in Lech- und Oberhausen. Neun sind es allein im Stadtgebiet, in den Nachbargemeinden unterhalten die Zeugen Jehovas mindestens einen dieser geweihten Versammlungsorte, in Neusäß, Königsbrunn und Bobingen sogar zwei.

60 Jahre lang war die Augsburgerin Barbara Kohout (77) Mitglied dieser Gemeinschaft. Schon als Vierjährige schob sie zusammen mit ihren Eltern Dienst auf der Straße und erzog auch ihre drei Kinder im Geist der „Zeugen“ und in ständiger Angst vor den „Weltmenschen“, dem Satan, dem nahenden Ende. 2008, nachdem ihre Tochter und ihr Sohn sich schon abgewandt hatten, stieg auch sie aus. Seither beobachtet sie die Entwicklungen der Zeugen und macht bundesweit Strategien sowie Funktionsmechanismen öffentlich.

Augsburg wird im Juli zum zweiten Mal Austragungsort für die beiden zentralen Kongresse der Zeugen im süddeutschen Raum sein. Kohout vermutet, dass die Stadt – auch wegen ihrer persönlichen Geschichte und Öffentlichkeitsarbeit – als widerspenstig gilt und die dreitägigen Kongresse eine Art konzertierte Werbung sein sollen. 8000 bis 10000 Mitglieder werden erwartet. Kohout selbst wird in diesem Jahr nicht mit einem eigenen Stand teilnehmen. „Letztes Jahr hatten wir einen Stand aufgebaut, mit dem wir der vielen Selbsttötungen von Zeugen Jehovas gedachten – ein großes Tabuthema. Die direkten Anfeindungen dort waren mir dann doch zuviel.“ Neu, so erklärt sie bei einem Vortrag im Haunstetter Wettersteinhaus, sei in diesem Jahr das professionalisierte Marketing. „Sie stehen jetzt nicht mehr nur mit dem Wachturm an der Straße. Ein aufgepeppter, im Zeugen-Design gestalteter Trolley mit Hochglanzbroschüren ist Teil ihres neuen Erscheinungsbildes“, erklärt Kohout.

Schuldgefühle und Angst vor der Apokalypse

Ein neuer Internetauftritt wirbt zudem um jüngere Zielgruppen. Vorbei sind die Zeiten, als Fernsehen, Internet und Zeichentrickfilme noch als Teufelszeug galten. Die Website http://www.jw.org wird seit 2014 beständig um Texte, Videos und Bilder erweitert. Kohouts Fazit: „Besonders das Bibelstudium für Kinder steht bei den Marketing-Verantwortlichen der deutschen Zentrale im Fokus. Zahlreiche neue Online-Formate in der Ästhetik von Zeichentrickfilmen und Comicstrips ziehen die Kinder in ihren Bann. Sie fordern schon Vorschulkinder auf, ihr Taschengeld zu spenden und bestimmtes Spielzeug zu meiden. Überall wird vermittelt: ‚Die Versuchungen des Satans sind allgegenwärtig, und Jehova sieht dich!‘“ Eine neue Kampagne betreffe zudem die gezielte Werbung in Seniorenstiften, vor der Kohout warnt. Wo Einsamkeit und Verzweiflung vermutet würden, seien die „Zeugen“ nicht weit.

Barbara Kohout weiß, was es bedeutet, zur Gemeinschaft der Zeugen Jehovas zu gehören. Schuldgefühle, Angst vor der Apokalypse und dem Endzeitkrieg Harmagedon, an dessen Ende nur die „Freunde Jehovas“ gerettet sein werden, sollen schon die Kleinsten disziplinieren. Heute ist sie weltweit mit über 1000 Aussteigern vernetzt und gründete 2011 die deutsche Selbsthilfegruppe „SeelNot“. Etwa 400 ehemalige Zeugen konnte sie bei ihrem Ausstieg begleiten.

FONTE: Ausburger Allgemeine

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Wie-eine-Augsburgerin-gegen-die-Zeugen-Jehovas-mobil-macht-id34370642.html

IL SITO DI BARBARA KOHUT è consultabile qui:

http://k-kohout.de/

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